{"id":1125,"date":"2019-12-05T12:18:11","date_gmt":"2019-12-05T10:18:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/?page_id=1125"},"modified":"2019-12-05T19:03:35","modified_gmt":"2019-12-05T17:03:35","slug":"umgebung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/?page_id=1125","title":{"rendered":"Umgebung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Watt und Teezeit<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein guter Ausgangspunkt f\u00fcr Watt-Exkursionen ist der Campingplatz \nNordseecamp in Norden-Norddeich. Der Platz liegt gleich hinterm Deich \nauf dem ehemaligen Gel\u00e4nde von Norddeich Radio, einem Funksender zur \nKommunikation in der Schifffahrt. Die Sendeleistung ging ehedem bis zum \nHorn von Afrika. Zu Weihnachten \u00fcbermittelte der Sender den Seefahrern \nGr\u00fc\u00dfe der Daheimgebliebenen. Heute ist im denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude der\n Radiostation ein Restaurant eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Ostfriesland besucht, sollte es auf keinen Fall wieder verlassen,\n ohne eine traditionelle Teetied (Teezeit) genossen zu haben. In vielen \nTeestuben k\u00f6nnen G\u00e4ste erleben, wie die Teetied gen\u00fcsslich gepflegt wird\n \u2013 am besten mit Kluntje-Kandis und einem leckeren St\u00fcck Krintstuut \n(Rosinenbrot).<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Suurhusen<\/h1>\n\n\n\n<p>Vergessen Sie den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Suurhusen-610x320.jpg\" target=\"_blank\">schiefen Turm<\/a>  von Pisa! Die schiefsten T\u00fcrme finden Sie an der K\u00fcste, wo die St\u00fcrme  in fr\u00fcheren Jahrhunderten den Kircht\u00fcrmen im wahrsten Sinne des Wortes  den Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegzogen \u2013 der schiefe Turm von Suurhusen  zwischen Emden und Norddeich ist ein eindrucksvolles Beispiel \u2013 und in  jedem Fall (nachgemessen und dokumentiert!) schiefer als der Turm von  Pisa \u2013 wahrscheinlich sogar der schiefste Turm der Welt, wie die  Suurhusener bis heute unwidersprochen behaupten. Suurhusen ist ein Ort  n\u00f6rdlich von Emden in Ostfriesland und wurde fr\u00fcher auch Zuiderhusen  (S\u00fcderhusen) genannt, wohl in Abgrenzung zu den nahegelegenen Orten  Osterhusen und Westerhusen. Urkundlich wird Suurhusen schon im Jahre  1255 erw\u00e4hnt. Ein im alten Kirchturm vorgefundener Stein mit der  Jahreszahl 1004 und Keramikfunde deuten darauf hin, dass das Dorf  weitaus \u00e4lter ist. Suurhusen hat heute etwa 1200 Einwohner und wird von  der Gemeinde Hinte verwaltet.<br> Die Kirche in Suurhusen erinnert an die alten  Festungskirchen fr\u00fcherer Zeiten. Sie wurde bereits in der ersten H\u00e4lfte  des 13. Jahrhunderts erbaut. Urspr\u00fcnglich war die Kirche 32 Meter lang  und 9,35 Meter breit. 1450 wurde das Kirchenschiff um ein Viertel  gek\u00fcrzt und darauf der Turm gesetzt. Dieser 27,37 Meter hohe Turm mit  seiner Neigung von 5,19\u00b0 gilt heute als schiefster Turm der Welt und ist  als \u201eSchiefer Turm von Suurhusen\u201c bekannt. Er ist auf Eichenst\u00e4mmen  erbaut, die nach einer Grundwasserabsenkung verfault sind, weil dadurch  Luft an das Holz gelangte.<br> In der Dorfmitte befindet sich ein kleines Museum, das Landarbeiterhaus.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Papenburg<\/h1>\n\n\n\n<p>Wer kennt nicht die <a href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/papenburg-610.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Meyerwerft<\/a>\n in Papenburg, von der aus die riesigen Luxusliner zentimetergenau die \nEms hinauf nach Emden gelotst werden, von wo aus sie dann in die Weiten \nder Meere fahren. Von Norddeich aus starten reegelm\u00e4\u00dfig gef\u00fchrte \nBus-Tagesfahrten nach Papenburg \u2013 vielleicht ist ja gerade wieder eines \ndieser Riesenschiffe in der Werft \u2013 die Wahrscheinlichkeit ist gro\u00df. Ein\n Erlebnis f\u00fcr Jung und alt.&nbsp; Der Landkreis umfasst gro\u00dfe Teile der kulturellen und historischen   Region <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emsland\">Emsland<\/a>,  aber nicht  die gesamte. Pr\u00e4gend f\u00fcr das Kreisgebiet sind die Fl\u00fcsse Ems  und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hase_%28Fluss%29\">Hase<\/a> mit  ihren Zufl\u00fcssen, die ausgedehnten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moor\">Moorfl\u00e4chen<\/a> des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bourtanger_Moor\">Bourtanger  Moores<\/a> und des K\u00fcstenkanalmoores,  sowie die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geest\">Geestgebiete<\/a> des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%BCmmling\">H\u00fcmmlings<\/a> und  der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lingener_H%C3%B6he\">Lingener H\u00f6he<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kreis hat eine maximale Nord-S\u00fcd-Ausdehnung von 93&nbsp;km und eine   Ost-West-Ausdehnung von 56&nbsp;km. \u00dcberwiegend ist er ein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flachland\">Flachland<\/a> zwischen  20 und 35&nbsp;m Seeh\u00f6he. Gr\u00f6\u00dfere Erhebungen gibt es nur im  Nordosten und  S\u00fcdosten: Der Nattenberg mit 91,7&nbsp;m&nbsp;\u00fc.&nbsp;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Normalnull\">NN<\/a> bei <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emsb%C3%BCren\">Emsb\u00fcren<\/a>, der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Windm%C3%BChlenberg\">Windm\u00fchlenberg<\/a> in der Samtgemeinde Freren mit  93&nbsp;m&nbsp;\u00fc.&nbsp;NN und der Windberg  mit  72,7&nbsp;m&nbsp;\u00fc.&nbsp;NN bei <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werpeloh\">Werpeloh<\/a> im  H\u00fcmmling.<\/p>\n\n\n\n<p>Stadtrechte haben folgende Kommunen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haren_%28Ems%29\">Haren  (Ems)<\/a>,  <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hasel%C3%BCnne\">Hasel\u00fcnne<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freren\">Freren<\/a>, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lingen_%28Ems%29\">Lingen (Ems)<\/a>,  <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Meppen\">Meppen<\/a> (Kreisstadt)  und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Papenburg\">Papenburg<\/a>.  Der  Landkreis war bis zum 6. Dezember 1993 der fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte   Landkreis <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland\">Deutschlands<\/a>,  abgel\u00f6st wurde er vom neu  geschaffenen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brandenburg\">brandenburgischen<\/a> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Landkreis_Uckermark\">Landkreis  Uckerma<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Seehafen des  Landkreises liegt in der Stadt Papenburg, \ndie Ems ist von Papenburg bis  zur M\u00fcndung als Seewasserstra\u00dfe \nausgewiesen. Die kanalisierte Ems und ab  Meppen der Dortmund-Ems-Kanal \nverbinden das Ruhrgebiet mit der Nordsee.  Flussaufw\u00e4rts wird die Ems ab\n Meppen nur noch im Freizeitverkehr  befahren. Bereits seit 1829 umf\u00e4hrt\n der G\u00fcterverkehr die zahlreichen  M\u00e4ander der Ems zwischen Lingen und \nMeppen auf dem ehemaligen  Ems-Hase-Kanal, der seit 1899 \u00fcberwiegend in \nden Dortmund-Ems-Kanal  einbezogen ist. Bei D\u00f6rpen zweigt der \nK\u00fcstenkanal von der Ems ab und  verbindet sie mit der Weser. Der \nEms-Vechte-Kanal verbindet die Ems mit  der Vechte, ist aber f\u00fcr \njegliche Schifffahrt gesperrt. Ferner gibt es  den \nHaren-R\u00fctenbrock-Kanal.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen Haren und Meppen wurde der  Eurohafen Emsland als Stichhafen\n gebaut. Die ersten Unternehmen haben  sich dort bereits angesiedelt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Erschlie\u00dfung des  Bourtanger Moores hatte das zwischen 1870  und 1904 erbaute Linksemsische  Kanalnetz eine zentrale Bedeutung. Neben  dem G\u00fctertransport, diente es  vor allem der Entw\u00e4sserung.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Moorhausen<\/h1>\n\n\n\n<p>Die Gemeinde <a href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/images.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">S\u00fcdbrookmerland<\/a>\n liegt in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens zwischen den St\u00e4dten\n Aurich und Emden. Sie entstand am 1. Juli 1972 im Rahmen der \nGemeindegebietsreform durch den Zusammenschluss von zehn fr\u00fcher \nselbstst\u00e4ndigen Gemeinden, die heute die Ortsteile bilden. Mit gut \n19.000 Einwohnern ist S\u00fcdbrookmerland die drittgr\u00f6\u00dfte Kommune des \nLandkreises Aurich (nach den St\u00e4dten Aurich und Norden) und zudem nach \nMoormerland und Westoverledingen auch die drittgr\u00f6\u00dfte Landgemeinde \nOstfrieslands. In der Raumordnung des Landes Niedersachsen wird sie als \nGrundzentrum gef\u00fchrt. Die Gemeinde ist \ngepr\u00e4gt von Landwirtschaft und Tourismus mit dem Schwerpunkt am Gro\u00dfen \nMeer, dem viertgr\u00f6\u00dften Binnensee Niedersachsens.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gebiet der Gemeinde liegt auf einem Teil der historischen Region \nBrokmerland, dessen Bezeichnung von dem altfriesischen bzw. \naltniederdeutschen Wort br\u014dk stammt, das f\u00fcr eine moorige \nBruchlandschaft steht, die fr\u00fcher kaum besiedelt war. Diese zog sich vom\n Westrand des Ostfriesischen Geestr\u00fcckens, von der Ley (Norder Tief) bis\n zur Flumm (Fehntjer Tief) hin und war von einer Reihe von flachen \nBinnenseen, vom Gro\u00dfen Meer bis zum Sandwater, durchsetzt. Dazu kommt \nein zu mer verschliffenes mann mit dem Herkunftsanh\u00e4ngsel er. \nBrokmerland bedeutet also nichts anderes \u201eLand der Mannen aus dem Moor\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Moormuseum Moordorf in der N\u00e4he von Aurich stellt die \nEntwicklungsgeschichte Moordorfs sowie der Lebens- und Arbeitsbereich \nder Moorkolonisten da.<\/p>\n\n\n\n<p>1979 wurde der Verein Moormuseun Moordorf gegr\u00fcndet, um die \ndenkw\u00fcrdige Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren. Viele \nehrenamtliche Helfer aus Moordorf und Umgebung machten sich daran, auf \ndem Moorgel\u00e4nde aum Rande des Dorfes Lehmh\u00fctten in Originalbauweise \nwieder erstehen zu lassen. Am 13. Juli 1984 konnte dann das Moormuseum \ner\u00f6ffnet werden. Das Museum besteht vor allem aus stilecht nachgebauten \nLehmh\u00e4usern und Plaggenh\u00fctten, die man \u00fcber einen Rundgang auf dem \nFreigel\u00e4nde besichtigen kann. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein gab es\n in Moordorf viele solcher k\u00fcmmerlichen Behausungen. Ein Bohlenweg f\u00fchrt\n durch das angrenzende Hochmoor zu einer Ausichtsplattform.Es gibt hier \nviele Informationen \u00fcber die Wohnkultur, den Torfabbau und Handwerks- \nund Arbeitstechniken der Moorkolonisten. In der Ausstellungshalle \nvermittelt ein Film einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des \nMoormuseums.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ausstellungshalle vermittelt ein Film einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Moormuseums.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Emden<\/h1>\n\n\n\n<p>Das Tor Ostfrieslands zur weiten Nordsee. Die <a href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Emden-Restaurant-auf-dem-Wasser-610x320.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seehafenstadt<\/a>\n ist nur 35 Kilometer s\u00fcdlich streifen Sie meistens schon bei Ihrer \nAnfahrt nach Norddeich \u2013 nach Verlassen der Autobahn haben Sie noch eine\n knappe halbe Stunde bis zu Ihrem Ziel, Ihrer Ferienwohnung \u201cAntje\u201d. Der\n Weg zur\u00fcck nach Emden zu einem Bummel und einer Entdeckungsreise lohnt \nsich bestimmt, ob es um das Einkaufen oder Flanieren in der gro\u00dfen \nFu\u00dfg\u00e4ngerzone, oder um Kanalrundfahrt, Hafenrundfahrt und die \nkulturhistorischen Besonderheiten geht \u2013 die Zeit wird Ihnen hier nicht \nlangweilig.<\/p>\n\n\n\n<p>Emden ist eine kreisfreie Stadt an der M\u00fcndung der Ems in die  Nordsee, gegen\u00fcber dem Dollart. Mit knapp 52.000 Einwohnern ist Emden  die kleinste der kreisfreien St\u00e4dte Niedersachsens. Die Einwohner hei\u00dfen  Emderinnen beziehungsweise Emder. Das Adjektiv lautet ebenfalls so:  beispielsweise Emder Rathaus oder Emder Matjes. Die Stadt ist als  friesischer Handelsort um das Jahr 800 entstanden und bis zum heutigen  Tage wesentlich durch ihren Seehafen gepr\u00e4gt, der im vergangenen  Jahrhundert die Basis f\u00fcr die Ansiedlung gr\u00f6\u00dferer Industriebetriebe wie  den Nordseewerken und dem Volkswagenwerk war. Als Wirtschaftsstandort  hat die einzige kreisfreie Stadt Ostfrieslands f\u00fcr die Region eine  \u00fcberragende Bedeutung. Seit 1973 ist die Stadt Fachhochschulstandort.  Die Landesplanung des Landes Niedersachsen weist Emden seit 2007 als  Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen aus. Bekannt ist Emden  zudem als Geburtsort der Komiker Otto Waalkes und Karl Dall, die durch  ihr Wirken den sprichw\u00f6rtlichen Ostfriesenwitz stark gepr\u00e4gt haben.  Insbesondere \u201eOtto\u201c hat seiner Heimatstadt durch Filme und Musikalben zu  gr\u00f6\u00dferer Bekanntheit verholfen. Emden ist eine Stadt des Wassers. 770  Hektar Wasserfl\u00e4che gibt es innerhalb der Grenzen. Ein Gutteil davon  besteht aus Hafenbecken, jedoch verlaufen auch rund 150 Kilometer Kan\u00e4le  durch das Stadtgebiet. Teile des Kanalnetzes sind nat\u00fcrliche  Gew\u00e4sserl\u00e4ufe, der Gro\u00dfteil hingegen ist k\u00fcnstlich geschaffen worden \u2013  etwa der Emder Stadtgraben, der zusammen mit dem Emder Wall einen Teil  der mittelalterlichen Befestigungsanlagen bildete, oder f\u00fcr die  Schifffahrt angelegte Kan\u00e4le wie der Ems-Seitenkanal und der  Ems-Jade-Kanal. Zudem liegen zwei Seen, das Uphuser Meer und das  Bansmeer, auf dem Gebiet der Stadt Emden, an einen weiteren (Hieve  beziehungsweise Kleines Meer) grenzt die Stadt an. Alle Seen sind \u00fcber  Kan\u00e4le mit dem Emder Hafen und dem ostfriesischen Wasserstra\u00dfennetz  verbunden, wobei auf dem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bansmeer  Fahrverbot besteht. Das Knockster Tief verbindet Emden mit den Kan\u00e4len  n\u00f6rdlich von Emden, das Fehntjer Tief und der Ems-Jade-Kanal mit den  Kan\u00e4len \u00f6stlich von Emden. \u00dcber den Ems-Jade-Kanal und weitere  Abzweigungen ist eine Fahrt bis nach Oldenburg und zur Weser m\u00f6glich \u2013  abschnittsweise jedoch nur mit Booten ohne h\u00f6here Aufbauten wegen  niedriger Br\u00fccken. Der Emder Hafen mit der Gro\u00dfen Seeschleuse und der  Nesserlander Schleuse bildet dabei den Durchlass von der  Binnenschifffahrt zur Seeschifffahrt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Carolinensiel<\/h1>\n\n\n\n<p>Carolinensiel, das Nordseebad im Osten von Norddeich&nbsp;mit den drei H\u00e4fen \u2013 ist unter den <a href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/carolinensiel-610.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sielh\u00e4fen<\/a> schon ein besonderes Kleinod.Die\n Sielh\u00e4fen sind jeweils Startpunkte der F\u00e4hren zu den jeweiligen \nostfriesischen Inseln, die wie eine Perlenkette vor dem Wattenmeer \nliegen: Von Emden nach Borkum, von Norddeich nach Juist und Norderney, \nvon Ne\u00dfmersiel nach Baltrum, von Bensersiel nach Langeoog, von \nNeuharlingersiel nach Spiekeroog, und letztlich von \nCarolinensiel-Harlesiel nach Wangerooge \u2013 wer die Wahl hat, hat die \nQual?<\/p>\n\n\n\n<p>Carolinensiel ist ein Ort der Stadt Wittmund im gleichnamigen \nLandkreis Wittmund in Niedersachsen. Namensgeberin des 1730 gegr\u00fcndeten \nSielortes und Fischerdorfes war die Gemahlin Sophie Caroline des \nOrtsgr\u00fcnders Georg Albrecht von Ostfriesland.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo heute Carolinensiel liegt, befand sich noch vor wenigen \nJahrhunderten ein Ausl\u00e4ufer der Nordsee. Die Harlebucht erstreckte sich \nzwischen dem heutigen Neuharlingersiel und Minsen bis kurz vor Funnix \nund Werdum. Um 1500 begann man mit der systematischen Landgewinnung \ndurch Eindeichung. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wurde der Nordsee neues, fruchtbares \nMarschland abgerungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vermeidung von Konflikten um das neue Land einigten sich im Jahr \n1666 F\u00fcrstin Christine Charlotte von Ostfriesland und der Herr von \nJever, Graf Anton G\u00fcnther von Oldenburg, auf die zuk\u00fcnftige Grenze. Vom \nTreffpunkt der ostfriesischen und jeverschen Deiche am Pfahldeich \ns\u00fcd\u00f6stlich von Carolinensiel zog man auf der Seekarte mit goldener Tinte\n eine Linie bis zu einem Punkt genau zwischen den Inseln Spiekeroog und \nWangerooge. Die \u201eGoldene Linie\u201c ist heute noch die Grenze zwischen dem \nostfriesischen Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. Die alte \nBahnlinie (Jever Bf \u2013 Harle Bf) der ehemaligen gro\u00dfherzoglichen \noldenburgischen Eisenbahn ( GOE ) nach Harlesiel und der F\u00e4hranleger \nnach Wangerooge liegen schon auf friesl\u00e4ndischem Gebiet. Die Grenze \nverl\u00e4uft mitten durch das Hafenbecken.Entstehung des Sielhafens.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1729 wurde die Eindeichung des Carolinengroden abgeschlossen.\n Wo die Harle auf den Deich traf, wurde ein Sielhafen angelegt, der \nheutige Museumshafen. Durch das Siel unter der Br\u00fccke konnte das \nBinnenwasser bei Ebbe ins Meer abflie\u00dfen. Am 16. M\u00e4rz 1730 vergab F\u00fcrst \nGeorg Albrecht von Ostfriesland die ersten Grundst\u00fccke an die ersten 23 \nNeusiedler. Sie umfassten nur 200 m\u00b2 und lagen rund um den Hafen. Die \nSiedler bekamen noch 1\u22122 ha Land zur Selbstversorgung und genossen f\u00fcr \nzehn Jahre Steuerfreiheit. Dies war die Geburtsstunde von Carolinensiel.\n Namensgeberin war die Gemahlin des F\u00fcrsten, Sophie Karoline von \nBrandenburg-Kulmbach. Ihr machte der F\u00fcrst die Dom\u00e4ne \nF\u00fcrstinnen-Grashaus im Carolinengroden zum Geschenk, von der sie bis zu \nihrem Tode 1764 Eink\u00fcnfte bezog. Rund 70 Jahre nach der Gr\u00fcndung 1798 \nhatte der Ort rund 750 Einwohner, die in der Schifffahrt oder \nLandwirtschaft t\u00e4tig waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Carolinensiel entwickelte sich auch wegen seiner gesch\u00fctzten Lage zum\n wichtigsten Hafen im n\u00f6rdlichen Ostfriesland. Durch den Bau des neuen \nDeichs und der Friedrichsschleuse im Jahr 1765 war er als einziger \nostfriesischer Sielhafen dem Meer nicht mehr direkt ausgesetzt und vor \nSturmfluten gesch\u00fctzt. Der Bau eines offenen Siels und einer Klappbr\u00fccke\n an der Friedrichsschleuse erm\u00f6glichte es den Segelschiffen, den alten \nHafen problemlos zu erreichen. Von Carolinensiel aus stachen kleine \nFrachtensegler in See. Mit ihrem geringen Tiefgang waren sie an das \nWattenmeer angepasst. Die Schiffe hatten 3 bis 6 Mann Besatzung und \nbefuhren die Nord- und Ostsee sowie das Mittelmeer. Einige von ihnen \n\u00fcberquerten sogar den Atlantik. Die Schiffer exportierten die \nAgrarprodukte der Marsch: Getreide, Gem\u00fcse, Kartoffeln und \nMilchprodukte. Importiert wurden Holz, Steine, Kohle und Kolonialwaren \naus Skandinavien und Gro\u00dfbritannien mit seinen Kolonien.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der siebenj\u00e4hrigen franz\u00f6sischen Besetzung durch Napoleon ab \n1806 kam der Handel im Hafen fast zum Erliegen. Die von Frankreich \nerlassene Kontinentalsperre untersagte den Handel mit Gro\u00dfbritannien. In\n dieser Zeit bl\u00fchte der Schmuggel mit Tee, ein f\u00fcr Ostfriesen wichtiges \nLebensmittel. Obwohl auf Schmuggel die Todesstrafe stand, wurde der Tee \n\u00fcber das zu dieser Zeit zu Gro\u00dfbritannien geh\u00f6rende Helgoland \neingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Bl\u00fctezeit erlebte der Hafen von Carolinensiel Mitte des 19. \nJahrhunderts. Um 1860 gab es hier allein 40 Kapit\u00e4ne mit insgesamt 59 \nSchiffen, au\u00dferdem zwei Werften, vier Brauereien und zahlreiche \nGaststuben. T\u00e4glich liefen um die sieben Schiffe ein oder aus. Heute \nliegen im Museumshafen wieder die typischen Plattbodenschiffe vor Anker \nund erinnern an die gro\u00dfe Zeit der Carolinensieler Seefahrt. In den \nAusstellungen des Deutschen Sielhafenmuseums werden die \nSegelschifffahrt, das maritime Handwerk und das Leben der \nKapit\u00e4nsfamilien an Land dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang des 20. Jahrhunderts ging diese Epoche jedoch zu Ende. Die \nSegelschiffe konnten mit den gr\u00f6\u00dferen, schnelleren Dampfschiffen und mit\n der Eisenbahn nicht mehr konkurrieren. Die Carolinensieler stellten \nsich auf die Fischerei um. Der Sielhafen wurde nicht mehr gepflegt und \nsetzte sich allm\u00e4hlich bis auf eine Entw\u00e4sserungsrinne mit Schlick zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hafen an der Friedrichsschleuse waren die Fischkutter beheimatet. \nSie fingen Plattfisch und Muscheln, vor allem aber Krabben \n(Nordseegarnelen). Bis in die 1930er Jahre war in Carolinensiel eine \nKonservenfabrik ans\u00e4ssig, die Muscheln und Krabben bis nach Berlin \nverschickte. Viele Bauernfamilien im Hinterland verdienten sich ein \nZubrot durch das Sch\u00e4len von Granat, den Speisekrabben f\u00fcr den \nmenschlichen Verzehr. Vor der Friedrichsschleuse betrieb die Firma \nAlbrecht eine Darre, auf der kleinere Krabben, der Gammel, f\u00fcr die \nVerarbeitung zu Viehfutter getrocknet wurden. Nach dem Bau des neuen \nAu\u00dfenhafens in Harlesiel fanden die Carolinensieler Kutter dort eine \nneue Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der ersten Badesaison auf Wangerooge im Jahr 1804 begann auch f\u00fcr\n Carolinensiel die Geschichte des Nordseetourismus. Der Ort wurde zur \nDurchgangsstation f\u00fcr die Badeg\u00e4ste der Inseln. Die F\u00e4hrschiffe nach \nWangerooge und Spiekeroog legten zun\u00e4chst von der Friedrichsschleuse ab.\n Die Gro\u00dfherzogliche Oldenburgische Eisenbahn (GOE) er\u00f6ffnete 1888 die \nBahnlinie von Jever nach Carolinensiel (1988 Stilllegung). 1890 wurde \nsie zum F\u00e4hranleger in Harlesiel verl\u00e4ngert. Der Zugfahrplan richtete \nsich nach den Gezeiten. Der Versuch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, \nCarolinensiel selbst als Seebad zu etablieren scheiterten noch an der \nKonkurrenz der Inseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung hin zum Nordseebad begann 1953 mit dem Bau des neuen \nDeichs, des Sch\u00f6pfwerks und des Hafens in Harlesiel. Durch die \nAufsch\u00fcttung von 20.000 m\u00b3 Sand schuf man einen eigenen Badestrand. In \nder Folgezeit kamen Strandhalle, Campingplatz und Meerwasserfreibad \nhinzu. Bis 1989 unterhielt die Deutsche Bundesbahn einen Bahnhof in \nHarlesiel an der Bahnstrecke Jever\u2013Harle, der Flugplatz Harle nahm 1973 \nseinen Betrieb auf. Die Konzentration von Bahnstation, F\u00e4hranleger und \nFlugplatz im Umkreis von 500 Metern war einmalig. 1980 wurde das Haus \ndes Gastes an der Kurpromenade fertiggestellt, 1983 der Ort als \nNordseebad Carolinensiel-Harlesiel staatlich anerkannt. 1984 \u00f6ffnete das\n Deutsche Sielhafenmuseum seine T\u00fcren, und von 1986 bis 1990 wurden der \nMuseumshafen und die Friedrichsschleuse wiederhergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Carolinensiel, Friedrichsschleuse und Harlesiel kann mit den drei \nDeichen und den drei H\u00e4fen die Geschichte vom Frachthafen \u00fcber den \nFischereistandort bis hin zum Nordseebad noch heute hautnah erlebt \nwerden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Eindeichung des Bereiches wurde 1617 begonnen, die mit der \nGr\u00fcndung des Ortes Carolinensiel im Jahr 1730 beendet war. Obwohl die \nGrundst\u00fccke \u00fcberregional zur Verteilung ausgeschrieben wurden, meldeten \nsich nur Personen aus der n\u00e4heren Umgebung in der Hoffnung auf bessere \n\u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse. Die Entwicklung des Ortes folgte einem \ndetaillierten Plan, die H\u00e4user waren am Hafen meist einst\u00f6ckig und im \nr\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich zweist\u00f6ckig. Der Plan erm\u00f6glichte eine \nsiedlungs-architektonische Einheit durch die Verschmelzung von Hafen, \nDeichnische, Verkehrslinien und H\u00e4userzeilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch seine sehr gute Verkehrsanbindung und fruchtbaren Marschen \nerlebte der Ort bereits zu seiner Gr\u00fcnderzeit einen wirtschaftlichen \nAufschwung, so dass bereits 1758 der Bebauungsplan nicht mehr \neingehalten werden konnte und der Ort entlang der Hauptstra\u00dfen zu \nwachsen begann. Die Ansiedlung bekam ein zunehmend fleckenm\u00e4\u00dfiges \nAussehen.<\/p>\n\n\n\n<p>1756 beschloss Preu\u00dfen ein Programm zur Neulandgewinnung, welches in \ndieser Region die Einweihung des Friedrich-Augsten-Groden am 6.  M\u00e4rz \n1768 zur Folge hatte. Damit drohte der Ort vom Meer abgeschnitten zu \nwerden, also lie\u00df man im neuen Deich ein offenes Siel. Dadurch gewann \nder Hafen in Carolinensiel den Vorteil der Sturmflut- und \nHochwassersicherheit. Der Hafen wurde bedeutendster ostfriesischer Hafen\n nach Emden. Um 1800 z\u00e4hlt der Ort 749 Personen. Das hatte eine \nverst\u00e4rkte Ansiedlung von handwerklichen, gewerblichen und \ndienstleistungsorientierten Betrieben zur Folge. Es erfolgten weitere \nRingbebauungen. Diese Neusiedlungen zeichneten sich durch eine \nGeschlossenheit und giebelst\u00e4ndige Anordnung aus, zusammen mit dem \n\u00e4lteren Gebieten entstand ein weitgehend zusammengesetzter Grundriss, \nwelcher durch die hohe Bebauungsdichte fast st\u00e4dtische Z\u00fcge trug. Unter \nder napoleonischen Fremdherrschaft stagnierte der Ort, danach florierten\n zwar Handel und Schifffahrt wieder, Handwerker und Arbeiter wanderten \njedoch ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach verlor der Ort an Bedeutung, weil der binnenl\u00e4ndische Handel \nvom Ort abgezogen wurde. Man wandte sich der Fischerei zu, was f\u00fcr die \nBev\u00f6lkerung einen sozialen Abstieg bedeutete. Der Hafen wurde zur \nFriedrichsschleuse verlagert und der Ort ging zur Selbstversorgung \u00fcber.\n Ab 1880 diente er zunehmend nur noch als Schlafst\u00e4tte f\u00fcr seine \nBewohner, die zur Arbeit nach Wilhelmshaven pendelten. 1956 verlor der \nOrt endg\u00fcltig seine Hafenfunktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab vor dem Ersten Weltkrieg Ans\u00e4tze, in Carolinensiel \nFremdenverkehr zu etablieren, was allerdings recht bald wieder \neinschlief. In den 1950er Jahren gab es weitere Versuche dieser Art \ndurch die Gr\u00fcndung des Bade- und Verkehrsvereins 1956. In den 1970ern \nging man dazu \u00fcber, die bereits bestehenden Geb\u00e4ude als Grundlage f\u00fcr \nden Fremdenverkehr zu nutzen. Dies wird bis heute getan, was man an der \nmusealen Ausrichtung des Ortes erkennen kann. Durch den Fremdenverkehr \nbleibt die Vielseitigkeit der Betriebe erhalten, sie ist fast schon \nst\u00e4dtisch zu nennen. 1983 fand diese Entwicklung ihren vorl\u00e4ufigen \nH\u00f6hepunkt in der Anerkennung Carolinensiels als Nordseebad.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein saisonaler B\u00e4derbetrieb \nzu den Staatsb\u00e4dern Norderney und Wangerooge etablierte, kam man in \nCarolinensiel zwangsl\u00e4ufig zu Ber\u00fchrungen mit dem Fremdenverkehr. Dies \nbezeugt der archivierte umfangreiche Schriftverkehr aus dem Jahr 1837 \nzwischen den oldenburgischen und hannoversch-ostfriesischen Beh\u00f6rden, an\n dem sich auch Carolinensieler Gesch\u00e4ftsleute und Gastwirte beteiligten.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa um 1900 versuchte man, im Bereich der Harle einen Badebetrieb \nauf dem Festland zu etablieren, der f\u00fcr den Ort zum damaligen Zeitpunkt \n\u00f6konomisch eher unbedeutend war und somit wieder einschlief.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Neubau des Sch\u00f6pfwerks \u201eHarlesiel\u201c gilt heute in Carolinensiel \nals Initialz\u00fcndung f\u00fcr lokale fremdenverkehrliche Impulse\u201c. Bei der \nPlanung ist ein m\u00f6glicher Aspekt f\u00fcr den Fremdenverkehr weder betrachtet\n noch vorhergesehen worden. Das Sch\u00f6pfwerk sollte das \u00f6konomische Umfeld\n Carolinensiels verbessern. Allerdings kam es zu keiner \nIndustrieansiedlung in der Region. So fand in dieser Situation der 1956 \ngegr\u00fcndete \u201eBade- und Verkehrsverein\u201c gro\u00dfen Zuspruch.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung des Fremdenverkehrsvereins 1956 war von Personen des \n\u00f6ffentlichen Lebens gut vorbereitet war, so dass die Ortsbewohner der \nneuen Idee positiv gegen\u00fcber standen. Dem Verein schlossen sich bei der \nGr\u00fcndung 120 Personen an. Der Verein k\u00fcmmerte sich um Belange, die mit \ndem Fremdenverkehr zusammenh\u00e4ngen und half auch beim Bau von privaten \nUnterk\u00fcnften.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEinmal in Gang gesetzt und organisatorisch-planm\u00e4\u00dfig vorangetrieben,\n stie\u00df die weitgehend unprofessionelle Arbeit des Bade- und \nVerkehrsverein relativ schnell an ihre Grenzen. 1964 \u00fcbernahm die \nGemeinde Carolinensiel die Aufgaben einer Kurverwaltung in einer eigenen\n Abteilung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1969 wurde die Kurverwaltung aus der Gemeindeverwaltung \nherausgel\u00f6st und der neu gegr\u00fcndeten Harlesiel GmbH \u00fcbergeben. Nach dem \nZusammenschluss der Gemeinden Carolinensiel, Werdum und Funnix zur \nGemeinde Harlesiel unterstand der GmbH ein Gebiet mit mehreren \nfremdenverkehrsorientierten Interessen. Nach der Eingemeindung durch die\n Stadt Wittmund \u00fcbernahm diese auch den gr\u00f6\u00dften Anteil an der Harlesiel \nGmbH. Damit wurde ein wesentlicher Teil der fremdenverkehrslichen \nEntwicklung des Ortes den lokalen Handlungsinitiativen entzogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Kurverwaltung entwickelten sich private Initiativen der \nVermieterinnen, die sich neben \u201espezifischen Serviceleistungen und \nProgrammangeboten f\u00fcr Hausg\u00e4ste\u201c auch mit der Werbung von G\u00e4sten f\u00fcr die\n eigene Unterkunft befassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ortskern Carolinensiels und insbesondere der ehemalige \nHafenbereich ist auf touristische Betrachtung angelegt, insbesondere \ndurch seine repr\u00e4sentativen G\u00e4rten. Die Wiederherstellung des \nhistorischen, musealen Zwecken dienenden \u201eHafens ohne Nutzen\u201c\u201c ist ein \nweiterer Schaueffekt, \u201ewelcher die Freir\u00e4ume okkupiert und doch nur die \nbaulichen S\u00fcnden der Vergangenheit kaschiert, der die Vielfalt des \nGebrauchssystem und ihre Originalit\u00e4t zum Opfer fielen\u201c . Diesem \nSchaueffekt dienend bauen die Einheimischen ihre H\u00e4user alle im gleichen\n Stil, die f\u00fcr Touristen dadurch zum Fotoobjekt werden. Auf der Suche \nnach idealisierten Familienleben in der musealen Umgebung betreten sie \nsogar die Hinterg\u00e4rten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Windm\u00fchle auf einem Deich wurde als Galerieholl\u00e4nder erstmals in \neinem Erbpachtvertrag von 1773 erw\u00e4hnt. Sie ist in ihrem \u00e4u\u00dferen \nvollst\u00e4ndig erhalten und bekam im Juni 1993 neue Fl\u00fcgel. Ein Mahlwerk \nist jedoch nicht mehr vorhanden. Die M\u00fchle wurde auf einem Deich \nerrichtet und diente fr\u00fcher aufgrund der herausgehobenen Lage \nSeeschiffen als Landmarke. Heute wird sie von Piloten des \nJagdgeschwaders 71 \u201eRichthofen\u201c als \u201eTurnpoint\u201c genutzt. Die \nR\u00e4umlichkeiten der M\u00fchlen werden heute als Ferienwohnungen genutzt. Auf \ndem M\u00fchlengel\u00e4nde gibt es einen Ausstellungsraum zur Geschichte der \nM\u00fchle.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2008 gibt es in Carolinensiel das wissenschaftliche \nErlebnismuseum Ph\u00e4nomania. Es befindet sich im historischen Bahnhof \nCarolinensiel und bietet etwa 80 verschiedene Experimente zum selber \nausprobieren. Der Bahnhof wurde 1909 erbaut und ist bis 1987 genutzt \nworden. Er geh\u00f6rt zu den wenigen unter Denkmalschutz stehenden Bahnh\u00f6fen\n in Ostfriesland.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Deichkirche stammt aus dem Jahr 1776. Sie ist die n\u00f6rdlichste \nKirche des Harlingerlandes und die einzige an der K\u00fcste, die auf einem \nDeich erbaut wurde. 1793 errichtete man den Glockenturm getrennt vom \nKirchenbau. Der Turm ist wegen h\u00e4ufiger Sturmwinde niedrig gebaut und \ntr\u00e4gt auf seiner Spitze einen Schwan, das Symbol der Lutheraner. Den \nInnenraum des schlichten Saalbaus dominiert eine barocke Altarkanzel. \nDie Orgel von Hinrich Just M\u00fcller aus Wittmund wurde 1782 mit der Empore\n eingebaut. Bemerkenswert sind die drei Schiffsmodelle, die von \nGl\u00e4ubigen als Votivgaben gestiftet wurden: links des Altars die Brigg \nVENUS von 1776, rechts davon die Fregatte ALJE MEHRINGS aus dem Jahr \n1921 und an der Nordseite die Dreimastbark MARIE EMILIE von 1985.<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201eDeutsche Sielhafenmuseum\u201c liegt mit seinen vier historischen \nAusstellungsh\u00e4usern (Groot Hus, Kapit\u00e4nshaus, Alte Pastorei und dem \nalten Seenotrettungsschuppen) rund um den Museumshafen in Carolinensiel.\n Das \u201eGroot Hus\u201c ist der im Jahr 1840 fertig gestellte Kornspeicher am \nAlten Hafen. Er zeigt auf seinen Speicherb\u00f6den eine Ausstellung \u00fcber \nLand und See, die Geschichte der Siele und H\u00e4fen, des Deichbaus sowie \nder Fischerei und der Segelschifffahrt. Vom Leben an Land erz\u00e4hlt das \n\u201eKapit\u00e4nshaus\u201c, in dem die gute Stube einer Kapit\u00e4nsfamilie gezeigt \nwird. Zur Ausstellung geh\u00f6ren auch die Hafenapotheke, ein ehemaliger \nKaufmannsladen und eine Seemannskneipe. Im \u201eMarie-Ulfers-Zimmer\u201c k\u00f6nnen \nTrauungen vorgenommen werden. Die \u201eAlte Pastorei\u201c beherbergt eine \nDauerausstellung \u00fcber das maritime Handwerk zu den Handwerksberufen \nSchiffszimmerer, Schmied, Seiler und Segelmacher. Daneben gibt es eine \nSammlung originalgetreuer Modelle historischer Segelschiffe und die \nGem\u00e4ldegalerie \u201eMensch und Meer\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo heute Carolinensiel liegt, befand sich noch vor wenigen \nJahrhunderten ein Ausl\u00e4ufer der Nordsee. Die Harlebucht erstreckte sich \nzwischen dem heutigen Neuharlingersiel und Minsen bis kurz vor Funnix \nund Werdum. Um 1500 begann man mit der systematischen Landgewinnung \ndurch Eindeichung. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wurde der Nordsee neues, fruchtbares \nMarschland abgerungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Vermeidung von Konflikten um das neue Land einigten sich im Jahr \n1666 F\u00fcrstin Christine Charlotte von Ostfriesland und der Herr von \nJever, Graf Anton G\u00fcnther von Oldenburg, auf die zuk\u00fcnftige Grenze. Vom \nTreffpunkt der ostfriesischen und jeverschen Deiche am Pfahldeich \ns\u00fcd\u00f6stlich von Carolinensiel zog man auf der Seekarte mit goldener Tinte\n eine Linie bis zu einem Punkt genau zwischen den Inseln Spiekeroog und \nWangerooge. Die \u201eGoldene Linie\u201c ist heute noch die Grenze zwischen dem \nostfriesischen Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. Die alte \nBahnlinie (Jever Bf \u2013 Harle Bf) der ehemaligen gro\u00dfherzoglichen \noldenburgischen Eisenbahn ( GOE ) nach Harlesiel und der F\u00e4hranleger \nnach Wangerooge liegen schon auf friesl\u00e4ndischem Gebiet. Die Grenze \nverl\u00e4uft mitten durch das Hafenbecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1729 wurde die Eindeichung des Carolinengroden abgeschlossen.\n Wo die Harle auf den Deich traf, wurde ein Sielhafen angelegt, der \nheutige Museumshafen. Durch das Siel unter der Br\u00fccke konnte das \nBinnenwasser bei Ebbe ins Meer abflie\u00dfen. Am 16. M\u00e4rz 1730 vergab F\u00fcrst \nGeorg Albrecht von Ostfriesland die ersten Grundst\u00fccke an die ersten 23 \nNeusiedler. Sie umfassten nur 200 m\u00b2 und lagen rund um den Hafen. Die \nSiedler bekamen noch 1\u22122 ha Land zur Selbstversorgung und genossen f\u00fcr \nzehn Jahre Steuerfreiheit. Dies war die Geburtsstunde von Carolinensiel.\n Namensgeberin war die Gemahlin des F\u00fcrsten, Sophie Karoline von \nBrandenburg-Kulmbach. Ihr machte der F\u00fcrst die Dom\u00e4ne \nF\u00fcrstinnen-Grashaus im Carolinengroden zum Geschenk, von der sie bis zu \nihrem Tode 1764 Eink\u00fcnfte bezog. Rund 70 Jahre nach der Gr\u00fcndung 1798 \nhatte der Ort rund 750 Einwohner, die in der Schifffahrt oder \nLandwirtschaft t\u00e4tig waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Carolinensiel entwickelte sich auch wegen seiner gesch\u00fctzten Lage zum\n wichtigsten Hafen im n\u00f6rdlichen Ostfriesland. Durch den Bau des neuen \nDeichs und der Friedrichsschleuse im Jahr 1765 war er als einziger \nostfriesischer Sielhafen dem Meer nicht mehr direkt ausgesetzt und vor \nSturmfluten gesch\u00fctzt. Der Bau eines offenen Siels und einer Klappbr\u00fccke\n an der Friedrichsschleuse erm\u00f6glichte es den Segelschiffen, den alten \nHafen problemlos zu erreichen. Von Carolinensiel aus stachen kleine \nFrachtensegler in See. Mit ihrem geringen Tiefgang waren sie an das \nWattenmeer angepasst. Die Schiffe hatten 3 bis 6 Mann Besatzung und \nbefuhren die Nord- und Ostsee sowie das Mittelmeer. Einige von ihnen \n\u00fcberquerten sogar den Atlantik. Die Schiffer exportierten die \nAgrarprodukte der Marsch: Getreide, Gem\u00fcse, Kartoffeln und \nMilchprodukte. Importiert wurden Holz, Steine, Kohle und Kolonialwaren \naus Skandinavien und Gro\u00dfbritannien mit seinen Kolonien.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der siebenj\u00e4hrigen franz\u00f6sischen Besetzung durch Napoleon ab \n1806 kam der Handel im Hafen fast zum Erliegen. Die von Frankreich \nerlassene Kontinentalsperre untersagte den Handel mit Gro\u00dfbritannien. In\n dieser Zeit bl\u00fchte der Schmuggel mit Tee, ein f\u00fcr Ostfriesen wichtiges \nLebensmittel. Obwohl auf Schmuggel die Todesstrafe stand, wurde der Tee \n\u00fcber das zu dieser Zeit zu Gro\u00dfbritannien geh\u00f6rende Helgoland \neingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Bl\u00fctezeit erlebte der Hafen von Carolinensiel Mitte des 19. \nJahrhunderts. Um 1860 gab es hier allein 40 Kapit\u00e4ne mit insgesamt 59 \nSchiffen, au\u00dferdem zwei Werften, vier Brauereien und zahlreiche \nGaststuben. T\u00e4glich liefen um die sieben Schiffe ein oder aus. Heute \nliegen im Museumshafen wieder die typischen Plattbodenschiffe vor Anker \nund erinnern an die gro\u00dfe Zeit der Carolinensieler Seefahrt. In den \nAusstellungen des Deutschen Sielhafenmuseums werden die \nSegelschifffahrt, das maritime Handwerk und das Leben der \nKapit\u00e4nsfamilien an Land dargestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang des 20. Jahrhunderts ging diese Epoche jedoch zu Ende. Die \nSegelschiffe konnten mit den gr\u00f6\u00dferen, schnelleren Dampfschiffen und mit\n der Eisenbahn nicht mehr konkurrieren. Die Carolinensieler stellten \nsich auf die Fischerei um. Der Sielhafen wurde nicht mehr gepflegt und \nsetzte sich allm\u00e4hlich bis auf eine Entw\u00e4sserungsrinne mit Schlick zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hafen an der Friedrichsschleuse waren die Fischkutter beheimatet. \nSie fingen Plattfisch und Muscheln, vor allem aber Krabben \n(Nordseegarnelen). Bis in die 1930er Jahre war in Carolinensiel eine \nKonservenfabrik ans\u00e4ssig, die Muscheln und Krabben bis nach Berlin \nverschickte. Viele Bauernfamilien im Hinterland verdienten sich ein \nZubrot durch das Sch\u00e4len von Granat, den Speisekrabben f\u00fcr den \nmenschlichen Verzehr. Vor der Friedrichsschleuse betrieb die Firma \nAlbrecht eine Darre, auf der kleinere Krabben, der Gammel, f\u00fcr die \nVerarbeitung zu Viehfutter getrocknet wurden. Nach dem Bau des neuen \nAu\u00dfenhafens in Harlesiel fanden die Carolinensieler Kutter dort eine \nneue Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der ersten Badesaison auf Wangerooge im Jahr 1804 begann auch f\u00fcr\n Carolinensiel die Geschichte des Nordseetourismus. Der Ort wurde zur \nDurchgangsstation f\u00fcr die Badeg\u00e4ste der Inseln. Die F\u00e4hrschiffe nach \nWangerooge und Spiekeroog legten zun\u00e4chst von der Friedrichsschleuse ab.\n Die Gro\u00dfherzogliche Oldenburgische Eisenbahn (GOE) er\u00f6ffnete 1888 die \nBahnlinie von Jever nach Carolinensiel (1988 Stilllegung). 1890 wurde \nsie zum F\u00e4hranleger in Harlesiel verl\u00e4ngert. Der Zugfahrplan richtete \nsich nach den Gezeiten. Der Versuch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, \nCarolinensiel selbst als Seebad zu etablieren scheiterten noch an der \nKonkurrenz der Inseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung hin zum Nordseebad begann 1953 mit dem Bau des neuen \nDeichs, des Sch\u00f6pfwerks und des Hafens in Harlesiel. Durch die \nAufsch\u00fcttung von 20.000 m\u00b3 Sand schuf man einen eigenen Badestrand. In \nder Folgezeit kamen Strandhalle, Campingplatz und Meerwasserfreibad \nhinzu. Bis 1989 unterhielt die Deutsche Bundesbahn einen Bahnhof in \nHarlesiel an der Bahnstrecke Jever\u2013Harle, der Flugplatz Harle nahm 1973 \nseinen Betrieb auf. Die Konzentration von Bahnstation, F\u00e4hranleger und \nFlugplatz im Umkreis von 500 Metern war einmalig. 1980 wurde das Haus \ndes Gastes an der Kurpromenade fertiggestellt, 1983 der Ort als \nNordseebad Carolinensiel-Harlesiel staatlich anerkannt. 1984 \u00f6ffnete das\n Deutsche Sielhafenmuseum seine T\u00fcren, und von 1986 bis 1990 wurden der \nMuseumshafen und die Friedrichsschleuse wiederhergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Eindeichung des Bereiches wurde 1617 begonnen, die mit der \nGr\u00fcndung des Ortes Carolinensiel im Jahr 1730 beendet war. Obwohl die \nGrundst\u00fccke \u00fcberregional zur Verteilung ausgeschrieben wurden, meldeten \nsich nur Personen aus der n\u00e4heren Umgebung in der Hoffnung auf bessere \n\u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse. Die Entwicklung des Ortes folgte einem \ndetaillierten Plan, die H\u00e4user waren am Hafen meist einst\u00f6ckig und im \nr\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich zweist\u00f6ckig. Der Plan erm\u00f6glichte eine \nsiedlungs-architektonische Einheit durch die Verschmelzung von Hafen, \nDeichnische, Verkehrslinien und H\u00e4userzeilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch seine sehr gute Verkehrsanbindung und fruchtbaren Marschen \nerlebte der Ort bereits zu seiner Gr\u00fcnderzeit einen wirtschaftlichen \nAufschwung, so dass bereits 1758 der Bebauungsplan nicht mehr \neingehalten werden konnte und der Ort entlang der Hauptstra\u00dfen zu \nwachsen begann. Die Ansiedlung bekam ein zunehmend fleckenm\u00e4\u00dfiges \nAussehen.<\/p>\n\n\n\n<p>1756 beschloss Preu\u00dfen ein Programm zur Neulandgewinnung, welches in \ndieser Region die Einweihung des Friedrich-Augsten-Groden am 6. M\u00e4rz \n1768 zur Folge hatte. Damit drohte der Ort vom Meer abgeschnitten zu \nwerden, also lie\u00df man im neuen Deich ein offenes Siel. Dadurch gewann \nder Hafen in Carolinensiel den Vorteil der Sturmflut- und \nHochwassersicherheit. Der Hafen wurde bedeutendster ostfriesischer Hafen\n nach Emden. Um 1800 z\u00e4hlt der Ort 749 Personen. Das hatte eine \nverst\u00e4rkte Ansiedlung von handwerklichen, gewerblichen und \ndienstleistungsorientierten Betrieben zur Folge. Es erfolgten weitere \nRingbebauungen. Diese Neusiedlungen zeichneten sich durch eine \nGeschlossenheit und giebelst\u00e4ndige Anordnung aus, zusammen mit dem \n\u00e4lteren Gebieten entstand ein weitgehend zusammengesetzter Grundriss, \nwelcher durch die hohe Bebauungsdichte fast st\u00e4dtische Z\u00fcge trug. Unter \nder napoleonischen Fremdherrschaft stagnierte der Ort, danach florierten\n zwar Handel und Schifffahrt wieder, Handwerker und Arbeiter wanderten \njedoch ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach verlor der Ort an Bedeutung, weil der binnenl\u00e4ndische Handel  vom Ort abgezogen wurde. Man wandte sich der Fischerei zu, was f\u00fcr die  Bev\u00f6lkerung einen sozialen Abstieg bedeutete. Der Hafen wurde zur  Friedrichsschleuse verlagert und der Ort ging zur Selbstversorgung \u00fcber.  Ab 1880 diente er zunehmend nur noch als Schlafst\u00e4tte f\u00fcr seine  Bewohner, die zur Arbeit nach Wilhelmshaven pendelten. 1956 verlor der  Ort endg\u00fcltig seine Hafenfunktion.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Greetsiel<\/h1>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/Zwillingsm\u00fchlen-Greetsiel-610x320.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Greetsiel<\/a>\n ist ein wundersch\u00f6ner, staatlich anerkannter Erholungsort direkt an der\n Nordseek\u00fcste. Neben dem 600 Jahre alten Hafen finden Sie hier einen \nbesonders sch\u00f6nen Ortskern, in welchem die alten Fischerh\u00e4user liebevoll\n restauriert wurden \u2013 ca. 15 Kilometer s\u00fcdwestlich von Norddeich.<br>\nFriesisch herbe Atmosph\u00e4re, ein umfangreiches Angebot an gem\u00fctlichen \nGastst\u00e4tten und Freizeitm\u00f6glichkeiten, die ber\u00fchmten, weithin sichtbaren\n Zwillingsm\u00fchlen als Ausgangspunkt f\u00fcr eine Bootsfahrt und Geheimtip f\u00fcr\n Angler und vieles mehr<\/p>\n\n\n\n<p>Greetsiel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort direkt an der \nNordseek\u00fcste. Neben dem 600 Jahre alten Hafen finden Sie hier einen \nbesonders sch\u00f6nen Ortskern, in welchem die alten Fischerh\u00e4user liebevoll\n restauriert wurden \u2013 nur wenige Minuten von Ihrer Immobilie entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Friesisch-herbe Urspr\u00fcnglichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich bietet Greetsiel mehr als Romantik und Erholung.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Versorgungseinrichtungen sind ebenso vorhanden wie ein  umfangreiches Angebot an gem\u00fctlichen Gastst\u00e4tten und  Freizeit-m\u00f6glichkeiten. F\u00fcr Tagesausfl\u00fcge bieten sich die Ostfriesischen  Inseln und die Stadt Emden mit ihrem attraktiven Einkaufszentrum, den  kulturellen Einrichtungen und dem interessanten Hafen an.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Watt und Teezeit Ein guter Ausgangspunkt f\u00fcr Watt-Exkursionen ist der Campingplatz Nordseecamp in Norden-Norddeich. Der Platz liegt gleich hinterm Deich auf dem ehemaligen Gel\u00e4nde von Norddeich Radio, einem Funksender zur Kommunikation in der Schifffahrt. Die Sendeleistung ging ehedem bis zum Horn von Afrika. Zu Weihnachten \u00fcbermittelte der Sender den Seefahrern Gr\u00fc\u00dfe der Daheimgebliebenen. Heute ist im denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude der Radiostation &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1125","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1125"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1125\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1126,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1125\/revisions\/1126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}