{"id":53,"date":"2010-07-13T10:43:33","date_gmt":"2010-07-13T08:43:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/?p=53"},"modified":"2015-01-13T09:19:04","modified_gmt":"2015-01-13T07:19:04","slug":"carolinensiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/?p=53","title":{"rendered":"Carolinensiel"},"content":{"rendered":"<p>Carolinensiel, das Nordseebad im Osten von Norddeich\u00a0mit den drei H\u00e4fen \u2013 ist unter den <a href=\"http:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/carolinensiel-610.jpg\" target=\"_blank\">Sielh\u00e4fen<\/a> schon ein besonderes Kleinod.<strong> <\/strong>Die Sielh\u00e4fen sind jeweils Startpunkte der F\u00e4hren zu den jeweiligen ostfriesischen Inseln, die wie eine Perlenkette vor dem Wattenmeer liegen: Von Emden nach Borkum, von Norddeich nach Juist und Norderney, von Ne\u00dfmersiel nach Baltrum, von Bensersiel nach Langeoog, von Neuharlingersiel nach Spiekeroog, und letztlich von Carolinensiel-Harlesiel nach Wangerooge \u2013 wer die Wahl hat, hat die Qual?<!--more--><\/p>\n<p>Carolinensiel ist ein Ort der Stadt Wittmund im gleichnamigen Landkreis Wittmund in Niedersachsen. Namensgeberin des 1730 gegr\u00fcndeten Sielortes und Fischerdorfes war die Gemahlin Sophie Caroline des Ortsgr\u00fcnders Georg Albrecht von Ostfriesland.<\/p>\n<p>Wo heute Carolinensiel liegt, befand sich noch vor wenigen Jahrhunderten ein Ausl\u00e4ufer der Nordsee. Die Harlebucht erstreckte sich zwischen dem heutigen Neuharlingersiel und Minsen bis kurz vor Funnix und Werdum. Um 1500 begann man mit der systematischen Landgewinnung durch Eindeichung. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wurde der Nordsee neues, fruchtbares Marschland abgerungen.<\/p>\n<p>Zur Vermeidung von Konflikten um das neue Land einigten sich im Jahr 1666 F\u00fcrstin Christine Charlotte von Ostfriesland und der Herr von Jever, Graf Anton G\u00fcnther von Oldenburg, auf die zuk\u00fcnftige Grenze. Vom Treffpunkt der ostfriesischen und jeverschen Deiche am Pfahldeich s\u00fcd\u00f6stlich von Carolinensiel zog man auf der Seekarte mit goldener Tinte eine Linie bis zu einem Punkt genau zwischen den Inseln Spiekeroog und Wangerooge. Die \u201eGoldene Linie\u201c ist heute noch die Grenze zwischen dem ostfriesischen Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. Die alte Bahnlinie (Jever Bf &#8211; Harle Bf) der ehemaligen gro\u00dfherzoglichen oldenburgischen Eisenbahn ( GOE ) nach Harlesiel und der F\u00e4hranleger nach Wangerooge liegen schon auf friesl\u00e4ndischem Gebiet. Die Grenze verl\u00e4uft mitten durch das Hafenbecken.Entstehung des Sielhafens.<\/p>\n<p>Im Jahr 1729 wurde die Eindeichung des Carolinengroden abgeschlossen. Wo die Harle auf den Deich traf, wurde ein Sielhafen angelegt, der heutige Museumshafen. Durch das Siel unter der Br\u00fccke konnte das Binnenwasser bei Ebbe ins Meer abflie\u00dfen. Am 16. M\u00e4rz 1730 vergab F\u00fcrst Georg Albrecht von Ostfriesland die ersten Grundst\u00fccke an die ersten 23 Neusiedler. Sie umfassten nur 200 m\u00b2 und lagen rund um den Hafen. Die Siedler bekamen noch 1\u22122 ha Land zur Selbstversorgung und genossen f\u00fcr zehn Jahre Steuerfreiheit. Dies war die Geburtsstunde von Carolinensiel. Namensgeberin war die Gemahlin des F\u00fcrsten, Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach. Ihr machte der F\u00fcrst die Dom\u00e4ne F\u00fcrstinnen-Grashaus im Carolinengroden zum Geschenk, von der sie bis zu ihrem Tode 1764 Eink\u00fcnfte bezog. Rund 70 Jahre nach der Gr\u00fcndung 1798 hatte der Ort rund 750 Einwohner, die in der Schifffahrt oder Landwirtschaft t\u00e4tig waren.<\/p>\n<p>Carolinensiel entwickelte sich auch wegen seiner gesch\u00fctzten Lage zum wichtigsten Hafen im n\u00f6rdlichen Ostfriesland. Durch den Bau des neuen Deichs und der Friedrichsschleuse im Jahr 1765 war er als einziger ostfriesischer Sielhafen dem Meer nicht mehr direkt ausgesetzt und vor Sturmfluten gesch\u00fctzt. Der Bau eines offenen Siels und einer Klappbr\u00fccke an der Friedrichsschleuse erm\u00f6glichte es den Segelschiffen, den alten Hafen problemlos zu erreichen. Von Carolinensiel aus stachen kleine Frachtensegler in See. Mit ihrem geringen Tiefgang waren sie an das Wattenmeer angepasst. Die Schiffe hatten 3 bis 6 Mann Besatzung und befuhren die Nord- und Ostsee sowie das Mittelmeer. Einige von ihnen \u00fcberquerten sogar den Atlantik. Die Schiffer exportierten die Agrarprodukte der Marsch: Getreide, Gem\u00fcse, Kartoffeln und Milchprodukte. Importiert wurden Holz, Steine, Kohle und Kolonialwaren aus Skandinavien und Gro\u00dfbritannien mit seinen Kolonien.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der siebenj\u00e4hrigen franz\u00f6sischen Besetzung durch Napoleon ab 1806 kam der Handel im Hafen fast zum Erliegen. Die von Frankreich erlassene Kontinentalsperre untersagte den Handel mit Gro\u00dfbritannien. In dieser Zeit bl\u00fchte der Schmuggel mit Tee, ein f\u00fcr Ostfriesen wichtiges Lebensmittel. Obwohl auf Schmuggel die Todesstrafe stand, wurde der Tee \u00fcber das zu dieser Zeit zu Gro\u00dfbritannien geh\u00f6rende Helgoland eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Seine Bl\u00fctezeit erlebte der Hafen von Carolinensiel Mitte des 19. Jahrhunderts. Um 1860 gab es hier allein 40 Kapit\u00e4ne mit insgesamt 59 Schiffen, au\u00dferdem zwei Werften, vier Brauereien und zahlreiche Gaststuben. T\u00e4glich liefen um die sieben Schiffe ein oder aus. Heute liegen im Museumshafen wieder die typischen Plattbodenschiffe vor Anker und erinnern an die gro\u00dfe Zeit der Carolinensieler Seefahrt. In den Ausstellungen des Deutschen Sielhafenmuseums werden die Segelschifffahrt, das maritime Handwerk und das Leben der Kapit\u00e4nsfamilien an Land dargestellt.<\/p>\n<p>Anfang des 20. Jahrhunderts ging diese Epoche jedoch zu Ende. Die Segelschiffe konnten mit den gr\u00f6\u00dferen, schnelleren Dampfschiffen und mit der Eisenbahn nicht mehr konkurrieren. Die Carolinensieler stellten sich auf die Fischerei um. Der Sielhafen wurde nicht mehr gepflegt und setzte sich allm\u00e4hlich bis auf eine Entw\u00e4sserungsrinne mit Schlick zu.<\/p>\n<p>Im Hafen an der Friedrichsschleuse waren die Fischkutter beheimatet. Sie fingen Plattfisch und Muscheln, vor allem aber Krabben (Nordseegarnelen). Bis in die 1930er Jahre war in Carolinensiel eine Konservenfabrik ans\u00e4ssig, die Muscheln und Krabben bis nach Berlin verschickte. Viele Bauernfamilien im Hinterland verdienten sich ein Zubrot durch das Sch\u00e4len von Granat, den Speisekrabben f\u00fcr den menschlichen Verzehr. Vor der Friedrichsschleuse betrieb die Firma Albrecht eine Darre, auf der kleinere Krabben, der Gammel, f\u00fcr die Verarbeitung zu Viehfutter getrocknet wurden. Nach dem Bau des neuen Au\u00dfenhafens in Harlesiel fanden die Carolinensieler Kutter dort eine neue Heimat.<\/p>\n<p>Mit der ersten Badesaison auf Wangerooge im Jahr 1804 begann auch f\u00fcr Carolinensiel die Geschichte des Nordseetourismus. Der Ort wurde zur Durchgangsstation f\u00fcr die Badeg\u00e4ste der Inseln. Die F\u00e4hrschiffe nach Wangerooge und Spiekeroog legten zun\u00e4chst von der Friedrichsschleuse ab. Die Gro\u00dfherzogliche Oldenburgische Eisenbahn (GOE) er\u00f6ffnete 1888 die Bahnlinie von Jever nach Carolinensiel (1988 Stilllegung). 1890 wurde sie zum F\u00e4hranleger in Harlesiel verl\u00e4ngert. Der Zugfahrplan richtete sich nach den Gezeiten. Der Versuch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Carolinensiel selbst als Seebad zu etablieren scheiterten noch an der Konkurrenz der Inseln.<\/p>\n<p>Die Entwicklung hin zum Nordseebad begann 1953 mit dem Bau des neuen Deichs, des Sch\u00f6pfwerks und des Hafens in Harlesiel. Durch die Aufsch\u00fcttung von 20.000 m\u00b3 Sand schuf man einen eigenen Badestrand. In der Folgezeit kamen Strandhalle, Campingplatz und Meerwasserfreibad hinzu. Bis 1989 unterhielt die Deutsche Bundesbahn einen Bahnhof in Harlesiel an der Bahnstrecke Jever\u2013Harle, der Flugplatz Harle nahm 1973 seinen Betrieb auf. Die Konzentration von Bahnstation, F\u00e4hranleger und Flugplatz im Umkreis von 500 Metern war einmalig. 1980 wurde das Haus des Gastes an der Kurpromenade fertiggestellt, 1983 der Ort als Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel staatlich anerkannt. 1984 \u00f6ffnete das Deutsche Sielhafenmuseum seine T\u00fcren, und von 1986 bis 1990 wurden der Museumshafen und die Friedrichsschleuse wiederhergestellt.<\/p>\n<p>In Carolinensiel, Friedrichsschleuse und Harlesiel kann mit den drei Deichen und den drei H\u00e4fen die Geschichte vom Frachthafen \u00fcber den Fischereistandort bis hin zum Nordseebad noch heute hautnah erlebt werden.<\/p>\n<p>Mit der Eindeichung des Bereiches wurde 1617 begonnen, die mit der Gr\u00fcndung des Ortes Carolinensiel im Jahr 1730 beendet war. Obwohl die Grundst\u00fccke \u00fcberregional zur Verteilung ausgeschrieben wurden, meldeten sich nur Personen aus der n\u00e4heren Umgebung in der Hoffnung auf bessere \u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse. Die Entwicklung des Ortes folgte einem detaillierten Plan, die H\u00e4user waren am Hafen meist einst\u00f6ckig und im r\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich zweist\u00f6ckig. Der Plan erm\u00f6glichte eine siedlungs-architektonische Einheit durch die Verschmelzung von Hafen, Deichnische, Verkehrslinien und H\u00e4userzeilen.<\/p>\n<p>Durch seine sehr gute Verkehrsanbindung und fruchtbaren Marschen erlebte der Ort bereits zu seiner Gr\u00fcnderzeit einen wirtschaftlichen Aufschwung, so dass bereits 1758 der Bebauungsplan nicht mehr eingehalten werden konnte und der Ort entlang der Hauptstra\u00dfen zu wachsen begann. Die Ansiedlung bekam ein zunehmend fleckenm\u00e4\u00dfiges Aussehen.<\/p>\n<p>1756 beschloss Preu\u00dfen ein Programm zur Neulandgewinnung, welches in dieser Region die Einweihung des Friedrich-Augsten-Groden am 6.  M\u00e4rz 1768 zur Folge hatte. Damit drohte der Ort vom Meer abgeschnitten zu werden, also lie\u00df man im neuen Deich ein offenes Siel. Dadurch gewann der Hafen in Carolinensiel den Vorteil der Sturmflut- und Hochwassersicherheit. Der Hafen wurde bedeutendster ostfriesischer Hafen nach Emden. Um 1800 z\u00e4hlt der Ort 749 Personen. Das hatte eine verst\u00e4rkte Ansiedlung von handwerklichen, gewerblichen und dienstleistungsorientierten Betrieben zur Folge. Es erfolgten weitere Ringbebauungen. Diese Neusiedlungen zeichneten sich durch eine Geschlossenheit und giebelst\u00e4ndige Anordnung aus, zusammen mit dem \u00e4lteren Gebieten entstand ein weitgehend zusammengesetzter Grundriss, welcher durch die hohe Bebauungsdichte fast st\u00e4dtische Z\u00fcge trug. Unter der napoleonischen Fremdherrschaft stagnierte der Ort, danach florierten zwar Handel und Schifffahrt wieder, Handwerker und Arbeiter wanderten jedoch ab.<\/p>\n<p>Danach verlor der Ort an Bedeutung, weil der binnenl\u00e4ndische Handel vom Ort abgezogen wurde. Man wandte sich der Fischerei zu, was f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung einen sozialen Abstieg bedeutete. Der Hafen wurde zur Friedrichsschleuse verlagert und der Ort ging zur Selbstversorgung \u00fcber. Ab 1880 diente er zunehmend nur noch als Schlafst\u00e4tte f\u00fcr seine Bewohner, die zur Arbeit nach Wilhelmshaven pendelten. 1956 verlor der Ort endg\u00fcltig seine Hafenfunktion.<\/p>\n<p>Es gab vor dem Ersten Weltkrieg Ans\u00e4tze, in Carolinensiel Fremdenverkehr zu etablieren, was allerdings recht bald wieder einschlief. In den 1950er Jahren gab es weitere Versuche dieser Art durch die Gr\u00fcndung des Bade- und Verkehrsvereins 1956. In den 1970ern ging man dazu \u00fcber, die bereits bestehenden Geb\u00e4ude als Grundlage f\u00fcr den Fremdenverkehr zu nutzen. Dies wird bis heute getan, was man an der musealen Ausrichtung des Ortes erkennen kann. Durch den Fremdenverkehr bleibt die Vielseitigkeit der Betriebe erhalten, sie ist fast schon st\u00e4dtisch zu nennen. 1983 fand diese Entwicklung ihren vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt in der Anerkennung Carolinensiels als Nordseebad.<\/p>\n<p>Da sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein saisonaler B\u00e4derbetrieb zu den Staatsb\u00e4dern Norderney und Wangerooge etablierte, kam man in Carolinensiel zwangsl\u00e4ufig zu Ber\u00fchrungen mit dem Fremdenverkehr. Dies bezeugt der archivierte umfangreiche Schriftverkehr aus dem Jahr 1837 zwischen den oldenburgischen und hannoversch-ostfriesischen Beh\u00f6rden, an dem sich auch Carolinensieler Gesch\u00e4ftsleute und Gastwirte beteiligten.<\/p>\n<p>Etwa um 1900 versuchte man, im Bereich der Harle einen Badebetrieb auf dem Festland zu etablieren, der f\u00fcr den Ort zum damaligen Zeitpunkt \u00f6konomisch eher unbedeutend war und somit wieder einschlief.<\/p>\n<p>Der Neubau des Sch\u00f6pfwerks \u201eHarlesiel\u201c gilt heute in Carolinensiel als Initialz\u00fcndung f\u00fcr lokale fremdenverkehrliche Impulse\u201c. Bei der Planung ist ein m\u00f6glicher Aspekt f\u00fcr den Fremdenverkehr weder betrachtet noch vorhergesehen worden. Das Sch\u00f6pfwerk sollte das \u00f6konomische Umfeld Carolinensiels verbessern. Allerdings kam es zu keiner Industrieansiedlung in der Region. So fand in dieser Situation der 1956 gegr\u00fcndete \u201eBade- und Verkehrsverein\u201c gro\u00dfen Zuspruch.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung des Fremdenverkehrsvereins 1956 war von Personen des \u00f6ffentlichen Lebens gut vorbereitet war, so dass die Ortsbewohner der neuen Idee positiv gegen\u00fcber standen. Dem Verein schlossen sich bei der Gr\u00fcndung 120 Personen an. Der Verein k\u00fcmmerte sich um Belange, die mit dem Fremdenverkehr zusammenh\u00e4ngen und half auch beim Bau von privaten Unterk\u00fcnften.<\/p>\n<p>\u201eEinmal in Gang gesetzt und organisatorisch-planm\u00e4\u00dfig vorangetrieben, stie\u00df die weitgehend unprofessionelle Arbeit des Bade- und Verkehrsverein relativ schnell an ihre Grenzen. 1964 \u00fcbernahm die Gemeinde Carolinensiel die Aufgaben einer Kurverwaltung in einer eigenen Abteilung.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahre 1969 wurde die Kurverwaltung aus der Gemeindeverwaltung herausgel\u00f6st und der neu gegr\u00fcndeten Harlesiel GmbH \u00fcbergeben. Nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Carolinensiel, Werdum und Funnix zur Gemeinde Harlesiel unterstand der GmbH ein Gebiet mit mehreren fremdenverkehrsorientierten Interessen. Nach der Eingemeindung durch die Stadt Wittmund \u00fcbernahm diese auch den gr\u00f6\u00dften Anteil an der Harlesiel GmbH. Damit wurde ein wesentlicher Teil der fremdenverkehrslichen Entwicklung des Ortes den lokalen Handlungsinitiativen entzogen.<\/p>\n<p>Neben der Kurverwaltung entwickelten sich private Initiativen der Vermieterinnen, die sich neben \u201espezifischen Serviceleistungen und Programmangeboten f\u00fcr Hausg\u00e4ste\u201c auch mit der Werbung von G\u00e4sten f\u00fcr die eigene Unterkunft befassen.<\/p>\n<p>Der Ortskern Carolinensiels und insbesondere der ehemalige Hafenbereich ist auf touristische Betrachtung angelegt, insbesondere durch seine repr\u00e4sentativen G\u00e4rten. Die Wiederherstellung des historischen, musealen Zwecken dienenden \u201eHafens ohne Nutzen\u201c\u201c ist ein weiterer Schaueffekt, \u201ewelcher die Freir\u00e4ume okkupiert und doch nur die baulichen S\u00fcnden der Vergangenheit kaschiert, der die Vielfalt des Gebrauchssystem und ihre Originalit\u00e4t zum Opfer fielen\u201c . Diesem Schaueffekt dienend bauen die Einheimischen ihre H\u00e4user alle im gleichen Stil, die f\u00fcr Touristen dadurch zum Fotoobjekt werden. Auf der Suche nach idealisierten Familienleben in der musealen Umgebung betreten sie sogar die Hinterg\u00e4rten.<\/p>\n<p>Die Windm\u00fchle auf einem Deich wurde als Galerieholl\u00e4nder erstmals in einem Erbpachtvertrag von 1773 erw\u00e4hnt. Sie ist in ihrem \u00e4u\u00dferen vollst\u00e4ndig erhalten und bekam im Juni 1993 neue Fl\u00fcgel. Ein Mahlwerk ist jedoch nicht mehr vorhanden. Die M\u00fchle wurde auf einem Deich errichtet und diente fr\u00fcher aufgrund der herausgehobenen Lage Seeschiffen als Landmarke. Heute wird sie von Piloten des Jagdgeschwaders 71 &#8222;Richthofen&#8220; als &#8222;Turnpoint&#8220; genutzt. Die R\u00e4umlichkeiten der M\u00fchlen werden heute als Ferienwohnungen genutzt. Auf dem M\u00fchlengel\u00e4nde gibt es einen Ausstellungsraum zur Geschichte der M\u00fchle.<\/p>\n<p>Seit 2008 gibt es in Carolinensiel das wissenschaftliche Erlebnismuseum Ph\u00e4nomania. Es befindet sich im historischen Bahnhof Carolinensiel und bietet etwa 80 verschiedene Experimente zum selber ausprobieren. Der Bahnhof wurde 1909 erbaut und ist bis 1987 genutzt worden. Er geh\u00f6rt zu den wenigen unter Denkmalschutz stehenden Bahnh\u00f6fen in Ostfriesland.<\/p>\n<p>Die Deichkirche stammt aus dem Jahr 1776. Sie ist die n\u00f6rdlichste Kirche des Harlingerlandes und die einzige an der K\u00fcste, die auf einem Deich erbaut wurde. 1793 errichtete man den Glockenturm getrennt vom Kirchenbau. Der Turm ist wegen h\u00e4ufiger Sturmwinde niedrig gebaut und tr\u00e4gt auf seiner Spitze einen Schwan, das Symbol der Lutheraner. Den Innenraum des schlichten Saalbaus dominiert eine barocke Altarkanzel. Die Orgel von Hinrich Just M\u00fcller aus Wittmund wurde 1782 mit der Empore eingebaut. Bemerkenswert sind die drei Schiffsmodelle, die von Gl\u00e4ubigen als Votivgaben gestiftet wurden: links des Altars die Brigg VENUS von 1776, rechts davon die Fregatte ALJE MEHRINGS aus dem Jahr 1921 und an der Nordseite die Dreimastbark MARIE EMILIE von 1985.<\/p>\n<p>Das &#8222;Deutsche Sielhafenmuseum&#8220; liegt mit seinen vier historischen Ausstellungsh\u00e4usern (Groot Hus, Kapit\u00e4nshaus, Alte Pastorei und dem alten Seenotrettungsschuppen) rund um den Museumshafen in Carolinensiel. Das &#8222;Groot Hus&#8220; ist der im Jahr 1840 fertig gestellte Kornspeicher am Alten Hafen. Er zeigt auf seinen Speicherb\u00f6den eine Ausstellung \u00fcber Land und See, die Geschichte der Siele und H\u00e4fen, des Deichbaus sowie der Fischerei und der Segelschifffahrt. Vom Leben an Land erz\u00e4hlt das &#8222;Kapit\u00e4nshaus&#8220;, in dem die gute Stube einer Kapit\u00e4nsfamilie gezeigt wird. Zur Ausstellung geh\u00f6ren auch die Hafenapotheke, ein ehemaliger Kaufmannsladen und eine Seemannskneipe. Im &#8222;Marie-Ulfers-Zimmer&#8220; k\u00f6nnen Trauungen vorgenommen werden. Die &#8222;Alte Pastorei&#8220; beherbergt eine Dauerausstellung \u00fcber das maritime Handwerk zu den Handwerksberufen Schiffszimmerer, Schmied, Seiler und Segelmacher. Daneben gibt es eine Sammlung originalgetreuer Modelle historischer Segelschiffe und die Gem\u00e4ldegalerie &#8222;Mensch und Meer&#8220;.<\/p>\n<p>Wo heute Carolinensiel liegt, befand sich noch vor wenigen Jahrhunderten ein Ausl\u00e4ufer der Nordsee. Die Harlebucht erstreckte sich zwischen dem heutigen Neuharlingersiel und Minsen bis kurz vor Funnix und Werdum. Um 1500 begann man mit der systematischen Landgewinnung durch Eindeichung. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck wurde der Nordsee neues, fruchtbares Marschland abgerungen.<\/p>\n<p>Zur Vermeidung von Konflikten um das neue Land einigten sich im Jahr 1666 F\u00fcrstin Christine Charlotte von Ostfriesland und der Herr von Jever, Graf Anton G\u00fcnther von Oldenburg, auf die zuk\u00fcnftige Grenze. Vom Treffpunkt der ostfriesischen und jeverschen Deiche am Pfahldeich s\u00fcd\u00f6stlich von Carolinensiel zog man auf der Seekarte mit goldener Tinte eine Linie bis zu einem Punkt genau zwischen den Inseln Spiekeroog und Wangerooge. Die \u201eGoldene Linie\u201c ist heute noch die Grenze zwischen dem ostfriesischen Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. Die alte Bahnlinie (Jever Bf &#8211; Harle Bf) der ehemaligen gro\u00dfherzoglichen oldenburgischen Eisenbahn ( GOE ) nach Harlesiel und der F\u00e4hranleger nach Wangerooge liegen schon auf friesl\u00e4ndischem Gebiet. Die Grenze verl\u00e4uft mitten durch das Hafenbecken.<\/p>\n<p>Im Jahr 1729 wurde die Eindeichung des Carolinengroden abgeschlossen. Wo die Harle auf den Deich traf, wurde ein Sielhafen angelegt, der heutige Museumshafen. Durch das Siel unter der Br\u00fccke konnte das Binnenwasser bei Ebbe ins Meer abflie\u00dfen. Am 16. M\u00e4rz 1730 vergab F\u00fcrst Georg Albrecht von Ostfriesland die ersten Grundst\u00fccke an die ersten 23 Neusiedler. Sie umfassten nur 200 m\u00b2 und lagen rund um den Hafen. Die Siedler bekamen noch 1\u22122 ha Land zur Selbstversorgung und genossen f\u00fcr zehn Jahre Steuerfreiheit. Dies war die Geburtsstunde von Carolinensiel. Namensgeberin war die Gemahlin des F\u00fcrsten, Sophie Karoline von Brandenburg-Kulmbach. Ihr machte der F\u00fcrst die Dom\u00e4ne F\u00fcrstinnen-Grashaus im Carolinengroden zum Geschenk, von der sie bis zu ihrem Tode 1764 Eink\u00fcnfte bezog. Rund 70 Jahre nach der Gr\u00fcndung 1798 hatte der Ort rund 750 Einwohner, die in der Schifffahrt oder Landwirtschaft t\u00e4tig waren.<\/p>\n<p>Carolinensiel entwickelte sich auch wegen seiner gesch\u00fctzten Lage zum wichtigsten Hafen im n\u00f6rdlichen Ostfriesland. Durch den Bau des neuen Deichs und der Friedrichsschleuse im Jahr 1765 war er als einziger ostfriesischer Sielhafen dem Meer nicht mehr direkt ausgesetzt und vor Sturmfluten gesch\u00fctzt. Der Bau eines offenen Siels und einer Klappbr\u00fccke an der Friedrichsschleuse erm\u00f6glichte es den Segelschiffen, den alten Hafen problemlos zu erreichen. Von Carolinensiel aus stachen kleine Frachtensegler in See. Mit ihrem geringen Tiefgang waren sie an das Wattenmeer angepasst. Die Schiffe hatten 3 bis 6 Mann Besatzung und befuhren die Nord- und Ostsee sowie das Mittelmeer. Einige von ihnen \u00fcberquerten sogar den Atlantik. Die Schiffer exportierten die Agrarprodukte der Marsch: Getreide, Gem\u00fcse, Kartoffeln und Milchprodukte. Importiert wurden Holz, Steine, Kohle und Kolonialwaren aus Skandinavien und Gro\u00dfbritannien mit seinen Kolonien.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der siebenj\u00e4hrigen franz\u00f6sischen Besetzung durch Napoleon ab 1806 kam der Handel im Hafen fast zum Erliegen. Die von Frankreich erlassene Kontinentalsperre untersagte den Handel mit Gro\u00dfbritannien. In dieser Zeit bl\u00fchte der Schmuggel mit Tee, ein f\u00fcr Ostfriesen wichtiges Lebensmittel. Obwohl auf Schmuggel die Todesstrafe stand, wurde der Tee \u00fcber das zu dieser Zeit zu Gro\u00dfbritannien geh\u00f6rende Helgoland eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Seine Bl\u00fctezeit erlebte der Hafen von Carolinensiel Mitte des 19. Jahrhunderts. Um 1860 gab es hier allein 40 Kapit\u00e4ne mit insgesamt 59 Schiffen, au\u00dferdem zwei Werften, vier Brauereien und zahlreiche Gaststuben. T\u00e4glich liefen um die sieben Schiffe ein oder aus. Heute liegen im Museumshafen wieder die typischen Plattbodenschiffe vor Anker und erinnern an die gro\u00dfe Zeit der Carolinensieler Seefahrt. In den Ausstellungen des Deutschen Sielhafenmuseums werden die Segelschifffahrt, das maritime Handwerk und das Leben der Kapit\u00e4nsfamilien an Land dargestellt.<\/p>\n<p>Anfang des 20. Jahrhunderts ging diese Epoche jedoch zu Ende. Die Segelschiffe konnten mit den gr\u00f6\u00dferen, schnelleren Dampfschiffen und mit der Eisenbahn nicht mehr konkurrieren. Die Carolinensieler stellten sich auf die Fischerei um. Der Sielhafen wurde nicht mehr gepflegt und setzte sich allm\u00e4hlich bis auf eine Entw\u00e4sserungsrinne mit Schlick zu.<\/p>\n<p>Im Hafen an der Friedrichsschleuse waren die Fischkutter beheimatet. Sie fingen Plattfisch und Muscheln, vor allem aber Krabben (Nordseegarnelen). Bis in die 1930er Jahre war in Carolinensiel eine Konservenfabrik ans\u00e4ssig, die Muscheln und Krabben bis nach Berlin verschickte. Viele Bauernfamilien im Hinterland verdienten sich ein Zubrot durch das Sch\u00e4len von Granat, den Speisekrabben f\u00fcr den menschlichen Verzehr. Vor der Friedrichsschleuse betrieb die Firma Albrecht eine Darre, auf der kleinere Krabben, der Gammel, f\u00fcr die Verarbeitung zu Viehfutter getrocknet wurden. Nach dem Bau des neuen Au\u00dfenhafens in Harlesiel fanden die Carolinensieler Kutter dort eine neue Heimat.<\/p>\n<p>Mit der ersten Badesaison auf Wangerooge im Jahr 1804 begann auch f\u00fcr Carolinensiel die Geschichte des Nordseetourismus. Der Ort wurde zur Durchgangsstation f\u00fcr die Badeg\u00e4ste der Inseln. Die F\u00e4hrschiffe nach Wangerooge und Spiekeroog legten zun\u00e4chst von der Friedrichsschleuse ab. Die Gro\u00dfherzogliche Oldenburgische Eisenbahn (GOE) er\u00f6ffnete 1888 die Bahnlinie von Jever nach Carolinensiel (1988 Stilllegung). 1890 wurde sie zum F\u00e4hranleger in Harlesiel verl\u00e4ngert. Der Zugfahrplan richtete sich nach den Gezeiten. Der Versuch zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Carolinensiel selbst als Seebad zu etablieren scheiterten noch an der Konkurrenz der Inseln.<\/p>\n<p>Die Entwicklung hin zum Nordseebad begann 1953 mit dem Bau des neuen Deichs, des Sch\u00f6pfwerks und des Hafens in Harlesiel. Durch die Aufsch\u00fcttung von 20.000 m\u00b3 Sand schuf man einen eigenen Badestrand. In der Folgezeit kamen Strandhalle, Campingplatz und Meerwasserfreibad hinzu. Bis 1989 unterhielt die Deutsche Bundesbahn einen Bahnhof in Harlesiel an der Bahnstrecke Jever\u2013Harle, der Flugplatz Harle nahm 1973 seinen Betrieb auf. Die Konzentration von Bahnstation, F\u00e4hranleger und Flugplatz im Umkreis von 500 Metern war einmalig. 1980 wurde das Haus des Gastes an der Kurpromenade fertiggestellt, 1983 der Ort als Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel staatlich anerkannt. 1984 \u00f6ffnete das Deutsche Sielhafenmuseum seine T\u00fcren, und von 1986 bis 1990 wurden der Museumshafen und die Friedrichsschleuse wiederhergestellt.<\/p>\n<p>Mit der Eindeichung des Bereiches wurde 1617 begonnen, die mit der Gr\u00fcndung des Ortes Carolinensiel im Jahr 1730 beendet war. Obwohl die Grundst\u00fccke \u00fcberregional zur Verteilung ausgeschrieben wurden, meldeten sich nur Personen aus der n\u00e4heren Umgebung in der Hoffnung auf bessere \u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse. Die Entwicklung des Ortes folgte einem detaillierten Plan, die H\u00e4user waren am Hafen meist einst\u00f6ckig und im r\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich zweist\u00f6ckig. Der Plan erm\u00f6glichte eine siedlungs-architektonische Einheit durch die Verschmelzung von Hafen, Deichnische, Verkehrslinien und H\u00e4userzeilen.<\/p>\n<p>Durch seine sehr gute Verkehrsanbindung und fruchtbaren Marschen erlebte der Ort bereits zu seiner Gr\u00fcnderzeit einen wirtschaftlichen Aufschwung, so dass bereits 1758 der Bebauungsplan nicht mehr eingehalten werden konnte und der Ort entlang der Hauptstra\u00dfen zu wachsen begann. Die Ansiedlung bekam ein zunehmend fleckenm\u00e4\u00dfiges Aussehen.<\/p>\n<p>1756 beschloss Preu\u00dfen ein Programm zur Neulandgewinnung, welches in dieser Region die Einweihung des Friedrich-Augsten-Groden am 6. M\u00e4rz 1768 zur Folge hatte. Damit drohte der Ort vom Meer abgeschnitten zu werden, also lie\u00df man im neuen Deich ein offenes Siel. Dadurch gewann der Hafen in Carolinensiel den Vorteil der Sturmflut- und Hochwassersicherheit. Der Hafen wurde bedeutendster ostfriesischer Hafen nach Emden. Um 1800 z\u00e4hlt der Ort 749 Personen. Das hatte eine verst\u00e4rkte Ansiedlung von handwerklichen, gewerblichen und dienstleistungsorientierten Betrieben zur Folge. Es erfolgten weitere Ringbebauungen. Diese Neusiedlungen zeichneten sich durch eine Geschlossenheit und giebelst\u00e4ndige Anordnung aus, zusammen mit dem \u00e4lteren Gebieten entstand ein weitgehend zusammengesetzter Grundriss, welcher durch die hohe Bebauungsdichte fast st\u00e4dtische Z\u00fcge trug. Unter der napoleonischen Fremdherrschaft stagnierte der Ort, danach florierten zwar Handel und Schifffahrt wieder, Handwerker und Arbeiter wanderten jedoch ab.<\/p>\n<p>Danach verlor der Ort an Bedeutung, weil der binnenl\u00e4ndische Handel vom Ort abgezogen wurde. Man wandte sich der Fischerei zu, was f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung einen sozialen Abstieg bedeutete. Der Hafen wurde zur Friedrichsschleuse verlagert und der Ort ging zur Selbstversorgung \u00fcber. Ab 1880 diente er zunehmend nur noch als Schlafst\u00e4tte f\u00fcr seine Bewohner, die zur Arbeit nach Wilhelmshaven pendelten. 1956 verlor der Ort endg\u00fcltig seine Hafenfunktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carolinensiel, das Nordseebad im Osten von Norddeich\u00a0mit den drei H\u00e4fen \u2013 ist unter den Sielh\u00e4fen schon ein besonderes Kleinod. Die Sielh\u00e4fen sind jeweils Startpunkte der F\u00e4hren zu den jeweiligen ostfriesischen Inseln, die wie eine Perlenkette vor dem Wattenmeer liegen: Von Emden nach Borkum, von Norddeich nach Juist und Norderney, von Ne\u00dfmersiel nach Baltrum, von Bensersiel nach Langeoog, von Neuharlingersiel nach &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":54,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[9,13,11,12,10],"class_list":["post-53","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-umgeb","tag-carolinensiel","tag-fahre","tag-nordsee","tag-sielhafen","tag-umgebung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=53"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":955,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/53\/revisions\/955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/54"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=53"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=53"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.herbigpliezhausen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=53"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}